Das Besuchshunde-Team in Welzheim
Am 6.08.09 waren die Besuchshunde der Hundeschule Karin Schwarz zu Gast auf dem Elisenhof bei Welzheim. Eingeladen hatte Reittherapeutin Danika Hahn von „Reiten kann helfen“, die gemeinsam mit Tabea Weller für 13 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren ein integratives Zeltlager organisiert hatte.
Nachdem die Kinder am Morgen bereits einiges über die Sinnesorgane, die Ernährung und vielfältigen Aufgabengebiete unserer Haushunde erfahren hatten, warteten sie alle bereits gespannt auf die „echten“ Fellkinder, die für den Mittag angekündigt waren.
4 erwachsene Hunde und ein Hundebaby mit 3 Monaten, das in der Hundeschule auf seine künftige Rolle als Therapiehund vorbereitet wird, eroberten die Herzen der anwesenden Kinder im Nu. Zunächst wurde den Kindern gezeigt und erklärt, wie man sich einem Hund richtig nähert, ohne dass dieser sich bedroht oder unwohl fühlt.
Hundeschule – Leiterin Karin Schwarz machte es vor: sich klein machen und in die Hocke gehen, etwas vom Hund abgewandt, nicht in die Augen starren und dann langsam die Hand dem Hund zum Beschnüffeln entgegenstrecken. Wenn dieser dann Kontakt zulässt und näher kommt, darf man ihn streicheln. Wendet er sich ab oder geht er sogar weg, unbedingt den Hund in Ruhe lassen.
Nachdem die Kinder zugesehen und noch einiges über die Körpersprache unserer Hunde erfahren hatten, ging es in die Praxis. Großes Hunde – Kennen lernen und Streicheln war angesagt. Die Hunde genossen es sichtlich, im Mittelpunkt zu stehen und zu schmusen. Besonders die kleine Riesen – Schnauzerhündin Cara war zu Beginn sehr gefragt. Zu Hermes, dem Tierschutzhund aus Griechenland, fühlte sich ein griechischer Junge sofort hingezogen – von Landsmann zu Landsjunge.
Anschließend wurde den Kindern gezeigt, wie man Hunden ein Leckerchen gibt. Auch dies wurde dann von den Kindern sehr gerne an den Hunden ausprobiert. Ein kleines Mädchen hatte zunächst große Berührungsängste. Karin Schwarz wusste Rat: mit Hilfe eines langen Plastiklöffels als „verlängertem Arm“ überwand Alicia ihre Furcht und wollte gar nicht mehr aufhören, zu füttern – was dem betreffenden Hund nicht unrecht war. Gemeinsam mit Tabea Weller getraute sie sich schließlich sogar, direkt dem Hund ein Leckerlie zu geben. Ein schöner Erfolg!
Mit kleinen Spielzeugmäusen, die aufgezogen über den Boden wuselten, wurde den Kindern sehr anschaulich gezeigt, was passiert, wenn sich bewegende Dinge wie rennende Kinder, Fahrräder, Jogger, etc. an unseren Hunden vorbeirasen: alle Hunde wollten hinterher. Ein Hund ist ein Jagdraubtier mit scharfen Zähnen im Maul, ein Blick in die Fänge der Hunde überzeugte jedes Kind sofort. Gemeinsam wurde geübt, was zu tun ist, wenn ein Hund auf ein Kind zugerannt kommt: sofort stehen bleiben, sich groß und steif machen, am besten die Arme vor dem Oberkörper verkreuzen und den Hund nicht anschauen.
Ein kleiner Parcours wurde aufgebaut und die Kinder durften sich ganz als „Hund“ fühlen: auf allen Vieren krochen sie durch einen Pylonenslalom, was allgemeine Erheiterung auslöste. Danach durften sie die Hunde unter Anleitung der Besitzerinnen durch den Slalom führen. Das Prinzip der Langsamkeit und Konzentration stand für die Hunde und ihre kleinen Frauchen und Herrchen auf dem Programm. Nach über einer Stunde waren die Hunde sichtlich erschöpft und die Kinder spendeten reichlich Applaus für die Vierbeiner und ihre Frauchen. Ein schöner Nachmittag ging zu Ende.
Weitere Bilder der Besuchshundegruppe sind unter Veranstaltungen anzusehen.
